ENTWICKLUNG DER VERMAHLUNG

Vom Korn zum Mehl

Die Mühle zerkleinert das Korn und trennt die Getreideschale vom Mehlkörper. Die Schale gelangt als Kleie in den Handel. Auch der Keimling kann ausgeschieden werden. Er erfreut sich steigender Bedeutung und Wertschätzung in der Reformküche. Aus dem Mehlkörper gewinnt der Müller Grieß und Mehl.

Funde beweisen, daß die Ägypter schon um 4000 v.Ch. Getreide anbauten. 1600 Jahre vor unserer Zeitrechnung kannte man den Mahlgang, bestehend aus zwei waagrechten Steinen, einem unteren festen und einem oberen beweglichen.

Mahlgang
Horizontaler Mahlgang für Handbetätigung

 

Roem. Muehle
Römische Mühle (Ausgrabungen von Pompeji)

Die Müllerei erzielte dann jahrhundertelang kaum Fortschritte.

Dies zeigen die Ausgrabungen von Pompeji, welche die in der Zeit um Christi Geburt verwendeten Mühlen zum Vorschein brachten: Auf den feststehenden Bodenstein setzte man den vasenförmigen Oberstein oder "Läufer".

Das Getreide wurde oben eingeschüttet. Mit einem Hebel bewegten Sklaven den Läufer.

 

Die ersten mit Wasserkraft angetriebenen Mühlen dürften um 100 v.Ch. entstanden sein.

Um 1100 gab es die ersten Windmühlen in Frankreich. 1786 wurde in London die erste von einer Dampfmaschine direkt angetriebene Mühle gebaut.

Den ersten brauchbaren Walzenstuhl konstruierte 1834 der Schweizer Ingenieur Sulzberger.

Sulzberg Walzen
Sulzberger Walzen (1834)

Aber erst die Riffelung der Walzen und die Voreilung (ungleich schnell laufende Walzen) brachten einen vollwertigen Ersatz für die Mahlsteine und führten zu einer beinahe stürmischen Erneuerung der Mühlen in Europa und Amerika.

Mahlwalze
Schnittwinkel der Mahlwalzen

Vier-Walzenstuhl
Querschnitt eines Vier-Walzenstuhles

Copyright © 1997-2002 Mühle Kianek
Lesen Sie unseren Haftungsausschluss und
Informationspflicht lt. § 5 Abs. 1 E-Commerce-Gesetz
letztes Update im November 2002
designed by tina